Smartphones und das steigende Risiko von Darmkrebs bei jungen Menschen
Eine neue Studie von Dr. De-Kun Li, die auf der 35. Jahrestagung der International Society for Environmental Epidemiology in Santiago, Chile, vorgestellt wurde, legt einen möglichen Zusammenhang zwischen dem regelmäßigen Tragen von Mobiltelefonen in der Hosentasche und der Zunahme von Darmkrebsfällen bei jungen Erwachsenen nahe.
Der Studie zufolge hätten Personen, die ein Telefon unterhalb der Taille trugen, ein vierfach erhöhtes Risiko, Tumore zu entwickeln. Der Zusammenhang war besonders stark, wenn das Telefon auf der gleichen Seite getragen wurde, auf der sich der Tumor entwickelte. Diejenigen, die länger als 30.000 Stunden (etwa 10 Jahre) ein Telefon auf der linken Seite trugen, hatten ein zwölffach erhöhtes Risiko, einen Tumor auf dieser Seite des Dickdarms zu entwickeln. Dr. Li betont den signifikanten Unterschied zwischen dem Risiko beim Tragen auf der gleichen Seite (ipsilateral) und dem Tragen auf der gegenüberliegenden Seite (kontralateral).
Kontroverse in der Wissenschaft:
Es gibt jedoch auch kritische Stimmen zu der Studie. Kurt Straif, ehemaliger Sektionsleiter am IARC, hält die Studie für zu klein und die Ergebnisse für unplausibel. Er verweist darauf, dass die bekannten Risikofaktoren für Darmkrebs bei jungen Menschen weiterhin plausibel seien und der Zeitpunkt des Anstiegs der Fälle nicht mit der weitverbreiteten Nutzung von Mobiltelefonen durch junge Menschen übereinstimme.
Dr. Li entgegnet dieser Kritik, indem er auf den zeitlichen Zusammenhang zwischen der massiven Verbreitung von Mobiltelefonen und dem Anstieg von Darmkrebsfällen bei jungen Erwachsenen hinweist. Er argumentiert, dass die Nutzung von Mobiltelefonen bereits Mitte der 1990er Jahre stark zugenommen habe.
Vorsichtsmaßnahmen und zukünftige Forschung:
Die widersprüchlichen Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit, die Exposition gegenüber Strahlung durch Mobiltelefone zu reduzieren. Dr. Marc Arazi, Präsident der NGO Phonegate Alert, fordert eine dringende Neubewertung der Grenzwerte für Hochfrequenzstrahlung.
Bis weitere Forschungsergebnisse vorliegen, wird empfohlen, Vorsichtsmaßnahmen zu treffen:
- Nutzung der Freisprechfunktion oder kabelgebundener Kopfhörer
- Vermeiden Sie es, das Telefon direkt am Körper zu tragen – „Abstand ist unser bester Freund“
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